Ich bin Ron Odermatt, ein Schweizer Künstler, der in seinen abstrakten und figürlichen Werken Gedanken, Emotionen und Strukturen miteinander verbindet. Meine kreative Reise begann mit Street Art, die mich schon in meiner Jugend fesselte. Die kraftvolle Energie des Graffitis, das Arbeiten mit großen Flächen und der Ausdruck in spontanen Formen gaben mir einen ersten Zugang zur Welt der Kunst und Gestaltung.
Doch schon bald weiteten sich meine kreativen Interessen – ich begann, mich intensiver mit Zeichnung und Grafik auseinanderzusetzen, was meine Ausdrucksmöglichkeiten erweiterte. Dieser Weg führte mich schließlich in die digitale Werbegestaltung. Ich absolvierte 2005 eine Ausbildung zum Multimedia-Designer an der XART und arbeitete anschließend über zehn Jahre erfolgreich als selbstständiger kreativer in der Werbebranche.
Trotz des Erfolgs spürte ich jedoch mit der Zeit, dass mir in diesem Bereich etwas Wesentliches fehlte: der physische Kontakt mit Material, Farbe und Struktur sowie die gestalterische Freiheit, meine eigenen Ideen und Gedanken in Bildern umzusetzen. Die Werbegestaltung bot mir zwar kreative Möglichkeiten, jedoch in klar definierten Bahnen.
Die Malerei war jedoch immer ein fester Bestandteil meines Lebens. Nach und nach nahm die Kunst einen immer größeren Raum in meinem Leben ein – zunächst als persönlicher Ausgleich, dann ab 2016 als ernsthafte, professionelle Weiterentwicklung. Ich investierte bewusst Zeit und Energie, um meinen künstlerischen Weg zu vertiefen und meinen eigenen Stil weiterzuentwickeln.
Heute arbeite ich in meinem Atelier in Luzern, wo ich meine künstlerischen Ideen in Serien und Einzelwerken weiterentwickle. Ich experimentierte mit Techniken und vertiefe meine Auseinandersetzung mit Farbe und Struktur. In diesem Atelier entstehen Werke, die meine Gedanken, Emotionen und kreativen Impulse in Farbe und Struktur übersetzen.
Meine Arbeiten wurden bereits national und international ausgestellt. In den letzten Jahren konnte ich meine Werke immer häufiger einem breiten Publikum präsentieren, wodurch sich neue Möglichkeiten und spannende Entwicklungen in meinem künstlerischen Werdegang ergeben haben. Ich bin mir bewusst, dass dies nicht selbstverständlich ist, und bin dankbar für die Resonanz und das Interesse, das meine Kunst erfährt.
Der Beginn eines Bildes ist für mich ein intuitiver Akt. Spontane, freie Linien – oft ergänzt durch viel Wasser – schaffen eine offene, lebendige Basis. Dabei bleibe ich den Prinzipien der Komposition treu, um dem Werk Struktur und Harmonie zu verleihen.
Meine Malerei bewegt sich im Spannungsfeld von Beobachtung und Gedanke. Farbe, Fläche und Rhythmus entstehen schrittweise – durch Schichten, Verschiebungen, Prüfungen von Proportionen. Jede Spur bleibt Teil des Ganzen, sichtbar und bedeutungstragend.
Ich arbeite mit Pinseln, Spachteln und verschiedenen Werkzeugen – meist in Acryl, gelegentlich auch mit Öl oder Kohle, je nachdem, welche Ausdrucksform das Werk verlangt. Der besondere Reiz liegt für mich in den lasierenden Tönen, deren Transparenz, Überlagerung und feine Nuancen eine besondere Tiefe und Atmosphäre erzeugen. Ergänzt durch unterschiedliche Füllstoffe entstehen Oberflächen, die lebendig wirken und den Bildern eine zusätzliche räumliche Wirkung verleihen.
Ein Werk gilt für mich als vollendet, wenn Form, Farbe und Gedanke in ein Gleichgewicht finden – wenn sich der Kreis schließt. Manche Bilder begleiten mich über Monate, verändern sich, warten auf den Moment, in dem sie ihre eigene Sprache finden.
Diese Zeit des Reifens ist Teil meines künstlerischen Prozesses. Wer verweilt, entdeckt vielleicht eine Antwort – oder ein Feld von Möglichkeiten.